Fotos

Was macht für mich die Faszination der Fotografie aus? Das habe ich mich schon viele Male gefragt. Weshalb übt das Aufnehmen stillstehender Bilder auf mich eine derartige Anziehung aus? Die Lösung ist eigentlich simpel und gar nicht schwer zu verstehen, doch sie ist für mich trotzdem sozusagen das Motto, wann immer ich mit der Kamera unterwegs bin.

Im heutigen Alltag, der heutigen Welt, in der nur noch von Tonnen, Kilometern, Tera und Giga gesprochen, und in Minuten oder Sekunden gedacht wird, übersehen wir oft die kleinen Dinge, die uns tagtäglich begegnen. Leider lassen wir uns viel zu wenig Zeit, die wahre Schönheit des Moments zu erkennen. Mit den Mitteln der Fotografie lässt sich sozusagen die Zeit anhalten. Mit dem Bild hat man dann die Chance, eben genau diesen Augenblick näher zu begutachten, verschiedene Überlegungen dazu anzustellen und selbst kleinste Sachen lassen sich genau begutachten, bevor sie auch schon wieder verschwunden sind. Man erkennt z.B die wahre Schönheit der Natur, wenn man eine Naturaufnahme vor sich hat.

Sieht man zum Beispiel eine Biene im Garten, so hat man kaum die Gelegenheit, diese näher zu betrachten, denn in ihrem emsigen Treiben huscht die Biene von Blüte zu Blüte und weiter zur nächsten Pflanze. Erst auf dem Bild sieht man die Details.
Eine Biene ist mit ihren 0.02 m wie ein kleines Ruderboot inmitten von riesigen Supertankern. Man sieht die Biene kaum, aber trotzdem ist sie von immenser Schönheit und Filigranität. Bei genauerer Betrachtung entdecken wir die kleinen Häärchen auf ihrem Rücken, die feinen Strukturen in den halbdurchsichtigen Flügeln oder sogar den Blütenstaub den sie mit sich trägt.

Mit meinen Bildern möchte ich in diesen kurzen Momenten die Zeit anhalten und so den Weg für interessante Entdeckungen frei machen.


Kostproben gibt es in meiner Fotogallerie.


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If your picture’s not good enough, you’re not close enough (Robert Capa)